Sollte man einen Reisebericht schreiben, wenn es eigentlich gar nichts zu schreiben gibt? Es ist mitnichten so, dass unsere Reise übel gewesen wäre, ganz im Gegenteil, aber wirklich viel zu erzählen gibt es trotzdem nicht!

Unschwer zu erkennen - ich habe mich für einen Bericht entschieden…

 

Es ist schon ein paar Jahre her, dass wir auf einer sommerlichen Kreuzfahrt im Winter waren. Nach dem ausgiebigen Studieren von Passagier 23 hatten wir aber mächtig Lust, wieder einmal Kreuzfahrtluft zu schnuppern!

Zwei Dinge waren Pflicht bei der Planung - Celebrity Cruise und Grand Cayman, der Rest war ziemlich egal. Damit sich der Flug nach Florida lohnt, packten wir noch eine Woche Florida dazu. Das ist nicht ganz unerheblich, schließlich muss man sich nach einer Kreuzfahrt noch ein wenig erholen. Grundsätzlich erschwerend kommt hinzu, dass wir mit Florida auf Kriegsfuß stehen, nachdem uns dort unser erster Besuch in 2010 gemütliche Temperaturen um 10 ° C bescherte. Es konnte also nur besser werden, zumindest wärmer…

Um den horrenden Flugpreisen auszuweichen, entschlossen wir uns, ein paar „Bonusmeilen“ abzufliegen. Nach Miami mit Lufthansa und der neuen Business Class im A380, zurück über Zürich mit Swiss. Zum ersten Mal Business Class - wir waren gespannt und danach  - schon einmal vorweggenommen - dummerweise ordentlich angefixt!

Essen, Getränke, Service - eigentlich genau das, was mich auf Flügen bisher überhaupt nicht interessiert hatte. Ich brauche Platz für meine knapp 2 Meter, der Rest ist ziemlich egal. In der Business Class sieht man das aber plötzlich ganz anders. Ein Platzproblem bestand wahrlich nicht, ich konnte mich ganz ausstrecken. Essen im Flieger gibt es für mich nicht, ich hasse dieses Aluschachtelflugzeugessen, ich kann es nicht einmal riechen! Ohne Alu sah die Sache dann viel positiver aus, es war echt lecker!

Ein weiterer Vorteil der BC - man ist schnell aus dem Flieger raus, die Immigration noch leer und das Gepäck liegt als erstes auf dem Kofferband. Gerade wenn man schon erlebt hat, was in Miami bei Alamo los ist, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil! Die Wartezeit bei Alamo betrug dann auch erstaunliche null Minuten und ein kostenloses Upgrade auf einen Premium gab es obendrauf. Ein Chrysler 300 durfte uns durch die Gegend fahren, denn wir hatten noch 2 Tage bis zur Einschiffung.

Ein Besitzerwechsel in unserem Stammhotel in Fort Lauderdale „zwang“ uns dazu, mal etwas anderes zu buchen und so landeten wir im La Casa Del Mar. Viele können mit Fort Lauderdale nichts anfangen, nicht ganz zu unrecht, wir mögen es trotzdem.  Wahrscheinlich liegt das an seinem morbiden Charme! Auf jeden Fall war es wie immer ziemlich windig und unternommen haben wir nichts - herrlich, so kann es weiter gehen…

Am Sonntag fuhren wir  recht früh in Richtung Port Everglades, um an der Sunset Bar der Silhouette den Trubel im Hafen zu genießen - und es war mehr los, als wir es je erlebt hatten!

Als bei der geplanten Abfahrtszeit um 16 Uhr noch nichts nach ablegen aussah, erfuhren wir, dass sich die Abfahrtszeit  um 90 Minuten verschiebt. Ein Flieger aus Kanada mit 150 Mitreisenden konnte wegen eines Schneesturmes nicht rechtzeitig starten. Während der Wartezeit auf die Kanadier konnten wir das Ablegen der Independence of the Seas bestaunen. 60 Minuten später staunten wir nicht schlecht, als das Schiff wider einlief! Die Rettungswagen am Pier ließen eine kurze Kreuzfahrt eines Gastes befürchten…

Nach einem Seetag ging es zum ersten Landgang nach Cozumel im Bundesstaat Quintana Roo in Mexiko.  Wir fuhren zu den Ruinen der San Gervasio Mayan Archaeological Site. Diese Site ist recht klein und nicht mit Tulum oder Coba zu vergleichen. Diese beiden kannten wir aber bereits, so dass wir uns für San Gervasio entschieden.

Nach einem kleinen Beachbreak ging es wieder zurück zum Hafen, wo unser Kutter auf uns wartete…