Einen Prolog für diesen Reisebericht zu finden, war langwieriger, als die gesamte Reise zu planen. Was soll man auch schreiben, wenn man nach New York City fliegt? 2011 war ich zum ersten Mal in NYC und da waren die Gründe für die Reise die gleichen, die wahrscheinlich jeder Besucher dieser Stadt im Sinn hat.

 

Dieses Jahr war das aber ganz anders. Schon der Reisezeitpunkt - so früh im Jahr würde ich normalerweise nicht an die Ostküste fliegen. Der St. Patrick´s Day ist aber nun mal am 17. März und dieser Tag hat eine enorme Bedeutung für den „Sinn“ dieser Reise. Nicht das ich irgendetwas mit dem irischen Bischof Patrick am grünen Hut hätte, die Sache ist ganz anders! Ehrlich gesagt, hat nicht einmal New York City damit etwas zu tun…

 

Die Idee zu dieser Tour hatte ich 2014, da war der St. Patrick´s Day aber schon Geschichte. 2015 hatte ich den Einfall total vom Schirm verloren, obwohl wir eine Woche vorher noch in den USA waren. Eins war klar, das würde mir nicht mehr passieren! Und noch etwas war klar, diese Tour würde ich alleine machen müssen…

 

Favorit für die Teichüberquerung war dieses Mal Iceland Air. Ich bin zwar ein Fan der Lufthansa, aber die gefühlt 100 Streiks in den letzten Jahren hatten auch bei mir Spuren hinterlassen! Erstaunlicherweise hatte aber die LH preislich die Nase vorn und auch die Ankunftszeit in

New York City passte mir irgendwie besser. Also wurden es wieder

einmal die Lufthanseaten. Hinüber mit der langen 747-8, man

kann es schlechter treffen…

 

25 mal war ich bisher in den USA, 1996 war das erste Mal.

Der 26ste Besuch war also gleichzeitig ein Jubiläum. So

startete am 13. März 2016 die erste aber möglicherweise

nicht letzte 20th Anniversary Tour…

 

Ich hatte für den Hinflug einen Exit-Seat gebucht. Lieber

trampeln mir ein paar Leute beim Gang zur Toilette über die

Hufe, als dass ich mir mit meinen langen Haxen eine Trombose

einfange. Nicht wenig überrascht war ich dann aber, als ich meinen

Platz sah. Weder ein Exit noch eine Toilette weit und breit. Dafür ewig

Platz bis zum Vordersitz. Ein wirklich perfekter Platz für die nächsten Stunden…

9 Stunden später, nach einem ereignislosen Flug, stand ich am JFK und wurde auch gleich zu einem der Einreiseautomaten geschickt. Letztes Jahr in LA war das auch schon so - erst Automat, dann Officer. Die Logik dahinter war mir nicht klar. Dieses Jahr war das anders, zuerst Automat und dann nur noch den Einreisestempel an einem Extraschalter abholen. So macht das dann Sinn und in 5 Minuten war man locker durch.

Eine weitere beliebte Frage bei der Vorplanung ist  „Wie komme ich vom JFK nach Manhattan?“

Letztes Mal war die Limo dran, dieses Mal die Metro! Zuerst der AirTrain und dann ab Jamaica Station mit der E bis zum PABT. Von dort waren es nur noch 5    Minuten bis zum Yotel. Das ging erstaunlich gut und war natürlich unschlagbar günstig! Hoch die

 

Tassen - ich war wieder in NYC…

…als einer von über 58 Millionen Besuchern die 2016 hier her kommen werden. In der Stadt „ die niemals schläft“, bei der niemand an einer roten Verkehrsampel stehen bleibt und bei der die Gullideckel qualmen!

 

Das Wetter war recht nett, heute am Ankunftstag - eine Steilvorlage, um gleich noch ein paar Meter zu machen!

                                                                     Was hatte ich mir denn so vorgenommen für NYC? Ich        wollte zumindest die Locations aus dem Besuch zuvor nicht wieder anschauen und so recherchierte ich im Internet über die Secrets von NYC.  Aber was sind den um Himmels Willen Secrets die im Internet stehen? Geheim sind sie sicher nicht mehr, aber wahrscheinlich trotzdem nicht auf dem Zettel des gemeinen NYC-Urlaubers. Und zur Spezies des „normalen“ Urlaubers wollen wir doch alle nicht gehören, gell!? Gerade wurde wieder eine Studie veröffentlicht, die entlarvt, dass Touristen am wenigsten Touristen mögen - und schon gar nicht die „normalen“ - iiiihhh…

 

Kommen wir zurück zu einem der Secrets, die mich sofort in den Bann gezogen hatten! Kleine Männchen in einer U-Bahn Station. Genau richtig für diesen Tag, denn es schüttete wie aus Eimern. Ich musste also schon an Tag 2 mein Schlechtwetterprogramm hervorzaubern.

 

Zu sehen sind diese Figuren an der Station 14th Street/Eight Avenue und stammen von dem Künstler Tom Otterness (warum erinnert mich der Name an „Das Leben des Brian“?). Das Kunstwerk nennt sich „Life Underground“ und stammt aus dem Jahr 2001. Dem aufmerksamen Beobachter dieses Berichtes sind die Figuren vielleicht schon weiter oben aufgefallen…

Erstaunlicherweise wurde ich nicht verhaftet, obwohl ich mich eine halbe Ewigkeit in der U-Bahn-Station herumgetrieben hatte! Das Schlechtwetterprogramm ging weiter, das 9/11 Museum war an der Reihe. Ein wirklich bewegendes Erlebnis…

Um den Kopf freizukriegen, besuchte ich nach dem „National September 11 Memorial & Museum“ wieder meine neuen Freunde. Ich fand auch tatsächlich noch welche, die ich vor ein paar Stunden übersehen hatte…

Als Abendprogramm hatte ich mir ein NHL Spiel der NY Islanders ausgesucht. Eishockey hatte ich in den USA bisher noch nicht gesehen. Die Islanders spielen im Barclays Center in Brooklyn. Heute ging es gegen die Florida Panthers…

Für die ersten 10.000 Besucher gab es einen Bobblehead gratis. Wie man am Bild oben erkennen kann, war ich locker unter der „magischen“ Grenze. Außer mir hatten dann aber doch noch 14.105 Besucher den Weg nach Brooklyn gefunden. Die Islanders gewannen durch späte Tore mit 3:2.