Nach dem allmorgentlichen Starbucks Kaffee machte ich mich bei gemütlichen -3 Grad und eisigem Wind wieder auf den Weg in Richtung Innenstadt. Am Copley Square besuchte ich die Boston Library, die 2012 irgendwie unter den Tisch gefallen war. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir uns damals nicht aufwärmen mussten…

Weiter ging es zur Com Ave, einer wirklich prachtvollen Allee mit schönen Häusern, Denkmälern und vielen Statuen. Als erstes kam ich am Vendome Memorial vorbei. Es wurde zum Gedenken an die 9 Feuerwehrmänner, die 1972 beim Brand des Vendome Hotel ums Leben kamen, errichtet.

Zurück am Copley Square musste ich wieder ein paar Spiegelungen im John Hancock Tower fotografieren. Abgesehen vom Mc Greevy`s ist das mein Lieblingsplatz in Boston.

Das Mc Greevy`s war auch mein nächstes Ziel, Hunger und Durst waren zum Vorschein gekommen! Wenn man so durch die Gassen schweift, vergeht die Zeit wie im Flug. Apropos Flug - obwohl ich nichts mit Flügeln vertilgt hatte, wurde ich in den Back Bay Fens nicht wirklich freundlich empfangen!

Ich war also wieder auf dem Weg ins Hotel, Vorbereitungen für den Abend wollten getroffen werden…

 

Im House of Blues war heute Boxen angesagt - das ist nicht so mein Ding. Dafür gibt es, nicht ganz so nah aber auchnicht wirklich weit entfernt, die Agganis Arena. Im Eishockeystadion der Uni spielten heute Abend die - was für ein Zufall - Dropkick Murphys. Da könnte man doch mal hingehen…

 

Ich war spät dran, die U-Bahn fuhr wegen eines Unfalls nicht und so musste ich auf den Bus ausweichen. Der brauchte zwar auch nicht lange, aber irgendwie war mein Zeitmanagement heute nicht zu gebrauchen. Zum Glück war das vor ein paar Monaten beim Start des Kartenvorverkauf anders. Ursprünglich hatte ich Sorgen überhaupt eine Karte zu bekommen, die Boston-Konzerte sind in Minuten ausverkauft, aber es funktionierte mit Atomuhr und schneller Internetverbindung…

 

Ich schaffte es gerade so zum ersten Song. Heute stand ich wieder Groundfloor und auch noch recht weit hinten. Wer zu spät kommt, den bestraft der pünktliche Besucher. Mir war das HoB eindeutig lieber, die Agganis Arena war mir zu groß. Ausverkauft war es natürlich trotzdem…

Nach dem Konzert bin ich dann doch noch kurz ins HoB. Wie schon gesagt, ich habe es nicht so mit Boxkämpfen, aber es gibt ja noch ne Pausenunterhaltung. Ihr werdet es nicht glauben, was für ein Zufall, da waren sie wieder - die Dropkick Murphys! Gut, natürlich war das kein Zufall…

Keine Sorge - heute gab es zwar noch ein Konzert der Dropkick Murphys - aber da würde ich schon im Flieger sitzen.  Zumindest war so der Plan, es gab nämlich für den Abend eine Winter Storm Warnung für Boston…

 

Selbstredend war es auch heute saukalt, aber da die St. Patricks Day Parade anstand, musste ich trotzdem raus. Auch hier wollte ich ein bisschen durch die Vorbereitungen schleichen. Deshalb machte ich mich auf nach South Boston, zusammen mit unglaublichen Menschenmassen, die auch schon mehr oder weniger angetrunken waren.

Hier war alles deutlich entspannter als in NYC. Natürlich gab es auch Absperrungen, die man aber ungestraft umgehen durfte. So gefiel mir das, trotzdem würde ich das nicht lange mitmachen, das war klar. Man kam in keine der Kneipen auch nur ansatzweise mehr rein, aufwärmen war nicht möglich. Ich war fast schon wieder auf dem Sprung, als ich dieses Gefährt entdeckte…

Irgendwie hätte ich da schon vorher drauf kommen können. Die Dropkick Murphys sind eine Institution in Boston und somit sind sie hier natürlich dabei! So kam es zum Abschluss meines Trips zu einem kurzen Treffen mit Al Barr und Ken Kasey.  Also für mich hätte diese Reise nicht besser enden können…

Dann reichte mir es aber wirklich, ich hatte auch noch einen ordentlichen Weg vor mir. Einmal quer durch Boston ins Hotel - das Gepäck holen und noch einmal quer durch Boston zum Flughafen. Durch die St. Patrick´s Day Parade herrschte ziemliches Chaos bei den U-Bahnen, deshalb konnte man die Fahrzeit zum Airport nicht wirklich einschätzen. Da ich aber lieber zwei Stunden zu früh, als eine Minute zu spät erscheine, war ich natürlich viel zu früh am Flughafen!

 

 

Mit Fish & Chips, ein paar Bierchen und warten auf dem Schneesturm bekommt man die Zeit aber auch rum. Bis zum Abflug war von Schnee und Sturm noch nichts zu sehen und so ging es pünktlich zuerst nach München und dann weiter nach Frankfurt. Die St. Patrick`s Tour war Geschichte…