REISEN DURCH DIE USA

Tag 3 

Guten Morgen aus dem Death Valley. Pünktlich um 6 Uhr ist der Strom weg, egal - zu diesem Zeitpunkt sind wir schon geduscht und machen uns langsam auf den Weg zum Saloon. Notbeleuchtung gibt es, kaltes Frühstück und dank kleinem Generator, warmen Kaffee. 


Heute haben wir ein bisschen mehr vor, da kann man auch gerne mal für aufstehen. Im Februar 2018 stoppte uns Schneefall auf dem Weg zu den Charcoal Kilns. Diese Kohleöfen sind auch der einzige Grund, warum wir überhaupt ins Death Valley gefahren sind! Offene Rechnungen müssen beglichen werden und heute ist der Tag!


Bevor wir zu den Öfen kommen fahren wir auf der Emigrant Canyon Road aber zuerst zur Eureka Mine um ein bisschen altes Gerümpel zu sehen. 





Im Hintergrund im Bild oben ist Harrisburg bzw. Aguereberry’s Camp zu sehen. Das Auto könnte durchaus Pete Aguereberry gehört haben, der hier 40 Jahre Gold geschürft hat.

Zurück auf der Emigrant Canyon Road und dann nach links und schon sind wir im Wildrose Canyon und auf dem Weg zu den Charcoal Kilns. Diese Öfen wurden 1877 erbaut, um Holzkohle für die Silberminen zu produzieren. Nach drei Jahren war aber schon wieder Schicht im Schacht. Wahrscheinlich war der Wald recht schnell verschwunden und außerdem musste die Holzkohle noch zu den 25 Meilen entfernten Minen transportiert werden. Im Inneren riecht es übrigens immer noch nach Holzkohle. Schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass dort seit 140 Jahren nicht mehr produziert wird!

Eigentlich würde es für heute schon reichen, aber wir müssen ja irgendwo übernachten. Wir entscheiden uns für Independence, wo wir mal ein kleines Motel entdeckt haben. Auf dem Weg dorthin kommen wir in Lone Pine vorbei und hier ist das „Museum of Western Film History“ wie immer ein Pflichttermin. Wenn wir schon einmal in der Nähe sind, geht es auch wieder in die Alabama Hills.

Wir waren schon einige Male hier und laufen deshalb auch nur den kurzen Trail zum Mobius und Latte Arch. Zu sehen gibt es hier eine ganze Menge und ich könnte mir vorstellen, dass hier auch Camping lustig sein könnte. Alleine wäre man aber mit Sicherheit nicht.


Noch ein paar Meilen und wir checken in Rays’s Den Motel ein, dem einzigen Grund in Independence zu sein! Wir mögen diese kleinen Motels einfach! Hier erinnere ich mich auch wieder an ein Plakat im Venetian - Willie Nelson live. Kurzer Internetcheck und schon sind 2 Karten reserviert, auch wenn Frau mit Willie nichts anfangen kann. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich Willie Nelson einmal live sehen würde! 149 Dollar für zwei - es wird ein billiges Vergnügen - glaubt mir!