Wir fliegen um 10:25 von Frankfurt nach Los Angeles. Wir wissen genau, wie lange wir mit dem Auto nach Kelsterbach zum Platzhirsch brauchen. In 90 Minuten sind wir dort, 10 Minuten später am Flughafen. Aber was in diesen Minuten so alles passieren kann! Reifenpanne, Unfall, Megastau - alles bei unseren zahlreichen Fahrten zum Flughafen bisher nicht erlebt, aber aber aber…

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Natürlich sind wir viel zu früh am Flughafen. Dieses Mal ist das aber nicht wirklich schlimm, denn wir haben uns meilengesponserte Business Class Flüge gegönnt. Umsonst sind solche Flüge leider nicht, wir bezahlten an Steuern und Gebühren mehr, als der Holzklasseflug gekostet hätte. Egal, wir entern sofort nach Gepäckabgabe und Sicherheitscheck die Business Lounge im Terminal Z. In einer wirklich relaxten Atmosphäre gönnen wir uns ein Frühstück und kleinere alkoholische Getränke.

Wer schon einmal von Z geflogen ist, weiß, das die Wege dort, je nach Gate, ewig sind. Wir schlendern trotzdem erst kurz vor der angegebenen Boardingzeit los. In der BC gibt es zum Glück keine Kämpfe um die Handgepäckablagen, da kann man gerne auch etwas später eintreffen. Wir fliegen mit einem A380, meinem absoluten Lieblingsflieger - nicht nur in der BC!

Der Service beginnt gefühlt schon bevor man richtig sitzt, ruckzuck steht ein Blubberwasser bereit. Allerlei Leckereien warten auf uns und das gerade für mich, den bekennenden Flugzeugessenverweigerer. In der BC muß ich da aber zumindest etwas davon abweichen, denn auf unseren letzen BC-Flügen gab es wirklich gutes Essen. Trotzdem ist heute nichts für mich dabei. Man behauptet von mir übrigens, ich wäre schleckig. Ich sehe das nicht so, alles was mir schmeckt, esse ich auch!

Ich bestelle mir getreu dem Motto „Ein gemischtes Eis, nur Schokolade“ den Gänsebraten ohne Gänsebraten. Das sorgt bei der Stewardess zuerst für Erstaunen und dann zu der gemeinsamen Erkenntnis, dass Beilagen eh das Beste am Essen sind. Das der Teller letztendlich mit Gänsebraten kommt erstaunt mich nicht. Das ist aber Frauchens Glück, sie nimmt sich dem (sehr leckeren) Braten an, während ich die Beilagen vertilge.

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Der Purser muss sich noch unseren Sitzen annehmen, die geben nämlich keinen Mucks von sich. Die Sache ist aber schnell erledigt und so geht es ab in die Horizontale. Ein geruhsamer Flug steht uns bevor - aber dann…

Früher war die Immigration ein Nervenspiel, übermüdet und mit kurzer Zündschnur ewig anstehen, unsinnige Fragen beantworten und immer schön freundlich sein. Seit dem Einzug der Automaten ist alles besser, also bisher dachte ich das zumindest! Die letzten Immigrations waren eine Sache von ein paar Minuten, aber warum sollte das so bleiben? In LAX 11/18 muß ich (also nicht nur ich, jeder) an den Automaten und danach noch in die endlos wirkende Schlange vor dem Einreisebeamten. Nehme ich nur einmal die Fingerabdruckgeschichte, haben sie jetzt alle meine 14 (!) Finger.

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Alles hat ein Ende und so sitzen wir dann im Alamo-Shuttle der uns nach Inglewood bringt. Seit „Skip The Counter“ ist Alamo wieder meine Nummer 1 in Sachen Mietwagen. Hallo Immigration, alles kann so einfach sein. Dieses Mal brauchen wir noch nicht einmal den STC-Ausdruck. Die Kreditkarte und der Führerschein genügen und wir sind on the road. Wir haben uns mal wieder für einen Italiener entschieden, einen Jeep Compass 4x4 mit 1890 Meilen auf der Uhr.

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Meile 0 bis 135

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Die Richtung ist uns seit gestern klar, das Yucca Valley wollen wir heute noch erreichen. Ja, wir verlassen Los Angeles immer fluchtartig, nur dieses Mal kommen wir nicht weit. Der erste Stau hat uns schon nach einer Meile ereilt und das ganz freiwillig…

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Kurz vor unserer Reise bin ich erst auf Randys Donuts aufmerksam geworden. Mal abgesehen davon, dass mir solche Gebäude unheimlich gut gefallen, sind die Donuts dort absolute Weltklasse. Ehrlich, ich habe noch keine Besseren gegessen und ich habe schon viele gegessen! Also, die Marschverpflegung haben wir uns gesichert, jetzt auf an den Rand des Joshua Tree National Park. Natürlich stehen wir im Stau, LA ohne Stau ist nicht LA. Aber es hält sich in Grenzen. Wir checken im Super 8 in Yucca Valley ein, unter indischer Leitung aber ohne Curryduft. Ich denke, wir werden wieder einmal dort absteigen.

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Jetzt aber ab ins Bettchen, morgen wartet der Joshua Tree NP und einige andere Locations auf uns…

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