Meile 573 bis 790

Wir haben gut geschlafen und, wenn man sich den „Kaffee“ wegdenkt, genauso gut gefrühstückt im Hyatt. Ein ganzer Tag steht uns hier zur Verfügung und was kann man nicht alles machen rund um St. George. Snow Canyon, Yant Flat, Red Cliffs…

Wir entscheiden uns aber für etwas ganz anderes, den Cathedral Gorge State Park. Der liegt zwar nicht gerade um die Ecke, aber wir würden da in 100 Jahren sonst nicht hinkommen. Und mal ehrlich, 100 Meilen oneway ist doch nichts Ungewöhnliches. Zuerst fahren wir aber noch zum festlich geschmückten Wal Mart.

Die Fahrt zum Cathedral Gorge State Park ist weniger langweilig als befürchtet. Im Park selbst sind wir wieder ganz allein zu zweit, man kann sich daran gewöhnen. Die Gebilde sehen aus, als wären sie auch Lehm. Wikipedia sagt aber, dass es sich um Schluffstein handelt. So oder so, wir erkunden das Gebiet mit seinen unzähligen kleinen Canyons und Höhlen. Ein paar dekorative Wölkchen kommen auch auf, perfekt.

Heute kommt auch unser neuer und überhaupt erster Gaskocher zum Einsatz. Ein kompletter Picknickplatz steht uns dafür zur Verfügung. Wir kochen uns zuerst einmal einen Kaffee, einen Starbucks erwarten wir hier in der Nähe nämlich nicht! Abgesehen davon, es ist nicht wirklich warm hier, auch wenn sich die Sonne anstrengt.

​

​

Wir fahren zum Miller Point, von dort oben hat man einen tollen Blick in den Park. Von unserer Bucket List verschwindet dieser Park noch nicht, wir werden mit mehr Zeit wieder kommen. Es scheint hier einige nette Trails zu geben, die erforscht werden müssen.

Wir fahren die gleiche Strecke wieder zurück nach St. George, obwohl das nicht so geplant war – aber was sind schon Pläne! Immerhin können wir so auch noch die Grenzschilder fotografieren, die uns bei der Hinfahrt nicht interessiert haben. 

Wir sehen ein weiteres Schild, einen Wegweiser zum Mountain-Meadows-Massacre-Memorial, es sagt uns nichts. Im Nachhinein lese ich, was sich dort 1857 zugetragen hat. Und wieder muss ich entsetzt feststellen, was Religion alles anrichten kann. Das Datum selbst hat sich Jahrzehnte später wahrscheinlich in jedes Gehirn eingebrannt. Denn es war am 11. September, nur das damals Amerikaner Amerikaner niedergemetzelt haben. 

Im Texas Roadhouse gibt es natürlich wieder den Extrashot ohne Reagenzglas. Trotzdem müssen wir noch die nächsten Tage planen. Das Wetter für Moab sieht hervorragend aus – die Richtung steht also. Normalerweise buchen wir in Moab das Inca Inn, normalerweise hat es dort aber auch keine Minustemperaturen. Wir machen uns Sorgen um eine gut funktionierende Heizung im Inca Inn und buchen deshalb lieber etwas neuer – die Homewood Suites mitten in Downtown Moab.