South Lake Tahoe/CA - Springdale/UT

Diesen Tag hätte es so eigentlich nicht gegeben, aber unser Verzicht auf die Civil War Days und dem innerlichen Drang dafür den Zion NP einzubauen, zwang uns dazu. Da war mal wieder einer - ein Meilenfressertag! Nicht ganz so heftig wie 2013 als wir vom Yellowstone nach LV gebrettert waren, aber + - 600 größtenteils interstatelose Meilen wollten auch erst einmal gefahren werden!

Als wir in South Lake Tahoe um kurz nach 6 los fuhren, hatte es 28 Grad, nein nicht Celsius Fahrenheit. Das Tanken in kurzen Hosen bei -2 Grad Celsius war sicherlich gut für die Krampfadern. Die Sitzkühlung hatten wir schon benutzt, jetzt konnten wir endlich auch die Sitzheizung verwenden. Wir entschieden uns gegen die 50 über Eureka, Ely und Co, aber auch die vom Navi vorgeschlagene Strecke war äußerst lonely!

Viel zu sehen gab es nicht, aber immerhin kommt man irgendwann auf den Extraterrestrial Highway! Wir durften aber nicht mit Warp 7 fahren und  „Totes Rind“ gewann gegen „Ufo-Sichtung“ 3:1. Die spannenden Tage an der Area 51 scheinen vorbei zu sein!

Das waren wirklich öde Stunden, aber was tut man nicht alles für den Zion NP! Am frühen Abend fuhren wir in Springdale ein, einem unserer Lieblingsorte, kurz vor unserem Lieblings-NP!

Unser Stammhotel, das Desert Pearl Inn, war so kurzfristig wie wir umgeplant hatten, nicht mehr zu bekommen, wir wichen auf das recht neue La Quinta aus. Der Vorteil des LQ war - es lag noch näher an unserem Stammlokal…

Was uns im Zion NP bevor stand, war uns klar - hier ist eh nie 

etwas los und am Labor Day Wochenende natürlich erst recht 

nicht! Deshalb planten wir mit Hilfe meines Namenvetters 

Joe Braun einige Spaziergänge im Upper East Canyon des 

Parks. Dort ist erfahrungsgemäß deutlich weniger los als im Hauptcanyon, in dem wir eh schon jeden Felsen persönlich begrüßen können!

Springdale/UT

Eines unserer liebsten Hobbies besteht darin, einfach

nur durch den Zion NP zu fahren. Das zerstört zwar 

unsere persönliche CO2-Bilanz, aber daran sollte 

man bei so einen Trip eh nicht denken! 

Also Kamera an und los…

Es bestätigte sich unsere Vermutung, dass ab Canyon Junction die Besuchermassen deutlich weniger werden würden. Unser erstes Ziel war der Jughandle Arch. Das wir dieses Jahr viel zu faul sein würden bis zum Arch zu laufen, war uns klar, aber einen Blick darauf wollten wir schon werfen. Dieser Arch gehört zur Kategorie „Man sieht ihn, ohne zu wissen, dass man ihn sieht“. Wir liefen bis zum Keyhole Canyon, der eine Woche später traurige Schlagzeilen schreiben sollte.

jughandle Arch

keyhole Canyon

An der Kante zum Abstieg in den Keyhole Canyon wird der Jughandle Arch wieder sichtbar. Für uns war heute hier Endstation!

Wir fuhren weiter in Richtung Checkerboard Mesa. Checkerboard Mesa kennt man, den dazugehörenden Canyon hat man für sich alleine. Man könnte dort einige Stunden laufen, sogar einen Arch gibt es dort. Wir haben nur ein bisschen reingeschnuppert und diesen Hike auf die To Do Liste gesetzt!

Den Shelf Canyon wollten wir noch unter die Lupe nehmen. Leider war er aber schon am Anfang so „verbouldert“, dass wir uns gegen ihn entschieden haben! Da wir jetzt aber schon einmal schön geparkt hatten, liefen wir zum Canyon Overlook.

Ein wieder einmal grandioser Tag im Zion NP ging zu Ende! Natürlich gingen wir wieder zu Oscars, begleitet von ein paar Regentropfen…

Vegas Baby