St. George/UT

Ein weiteres Ziel, welches schon längere Zeit auf der To Do Liste schlummerte, war der Kanarra Creek. Wir fuhren die 40 Meilen bis zum kostenpflichtigen Parkplatz in Kanarraville. Ich gehe mal schwer davon aus, dass das die einzige Einnahmequelle der Gemeinde ist. Die 10 Dollar sind aber gut angelegt, zumindest wenn man nicht wasserscheu ist. Denn trockenen Fußes kommt man auf diesem Weg nicht weit. Die erste Bachüberquerung könnte man vielleicht noch trocken absolvieren, ab dann wird es fast unmöglich. Aber eigentlich läuft man hier ja im Wasser um im Wasser zu laufen…

Den Kanarra Creek werden wir auf jeden Fall noch einmal besuchen, dann aber mit Neoprensocken. Auch wenn es eigentlich schön warm war, das Wasser war eiskalt und deshalb mussten wir früher abbrechen als geplant - unsere Fusszehen waren nur noch Eis am Stiel!

 

Auf dem Rückweg nach St. George bogen wir noch auf die Kolob Canyons Road ab. Diese 5 Meilen lange Scenic Road führt in den gleichnamigen Teil des Zion NP. Eine Straßenverbindung zum Zion Canyon gibt es hier aber nicht, wir sind 40 Meilen davon entfernt. Natürlich könnte man hier auch wieder wandern, man könnte…

Zurück in St. George zog es uns natürlich wieder ins Texas Roadhouse. Das haben wir vor Jahren mal durch Zufall entdeckt und seither waren wir zum Abendessen immer dort. Seit es auch einen Cracker Barrel in St. George gibt, ist unser leibliches Wohl für Mittag und Abend gesichert…

In St. George sahen wir dann auch zum ersten Mal in diesem Urlaub einen Waldbrand. Bisher hatten wir ja immer nur mit dem Rauch zu kämpfen.

St. George/UT - Las Vegas/NV

Heute stand unser ursprünglich geplanter Vegas Tag an. Zum Zeitpunkt unserer Planung dachten wir doch tatsächlich, wir kämen mit einen Tag Las Vegas aus. Rückblickend absolut lächerlich, aber wir konnten es ja korrigieren…  

 

Noch waren wir aber in St. George und hier wollten wir uns endlich einmal den Snow Canyon State Park anschauen. Schneien

wird es hier wahrscheinlich eher selten, der Name kommt von Lorenzo und Erastus Snow, zwei - man wird es kaum glauben - Mormonenführern.  Anasazi und Paiute Indianer sollen hier auch schon rumgeschlichen sein. Früher hieß der SP Dixie State Park, nach dem Spitzname der Gegend. Damit ist auch das „Geheimnis“ gelüftet, warum in St. George ein  D  und kein  G  am Berg „hängt“…

Der Snow Canyon begeisterte uns schon beim durchfahren und wir schafften es tatsächlich auch endlich einmal wieder einen kompletten Trail zu laufen. Wir liefen den Trail zu Jenny`s Canyon, der ist atemberaubende 0,5 Meilen lang! Ich kann mich nicht erinnern, wann wir in einem Urlaub so wenig gewandert sind…

Vor Ort trafen wir einen älteren Mann, der uns ausführlich erzählte, wie der Canyon zu seinem Name kam. Hier die traurige Kurzversion: 1994 verunglückte Jennifer „Jenny“ Denise Patchett hier bei einer Wanderung tödlich. Vermutlich ist sie vom Canyonrand in den Canyon gestürzt.

Las Vegas wartete wieder, über Smarter Vegas hatte ich ein unschlagbares Angeot für das Excalibur gefunden. 20$ für einen Contemporary Room, die Resort Fee war also höher als der Übernachtungspreis - Sachen gibt`s…

Das Excalibur war für uns „back to the roots“ - 1996 war das unser erstes Hotel in Las Vegas. Damals übrigens für 29$, dafür kannte man die Resort Fee noch nicht!

Als Abendunterhaltung hatte Frauchen Jan Rouven auserkoren. Ich kann mit solchen Shows nicht wirklich etwas anfangen, aber Widerworte waren zwecklos! Oft ist es ja so, dass die besten Shows die sind, die man ohne Erwartungen besucht! Dummerweise ist das aber nicht immer so…

 

Schon alleine durch das rudimentäre Englisch von Jan Rouven und die seltsamen Tanzeinlagen wirkte das ganze wie eine Schulvorführung. Immerhin bestätigte sich meine Vorahnung - ich kann mit solchem Zauberzeugs nichts anfangen! Mit genügend Alkohol und ein paar Eimern Popcorn kann man es aber überstehen und um dem Abend dann die Krone aufzusetzen, macht man natürlich auch noch ein Aftershow-Foto. Aber dann reicht es auch…

Alles hat ein Ende