Tag 6 - 4. Oktober 2016

Farmington am Morgen - bitterkalt dafür aber auch absolut wolkenlos! Das Alternativprogramm De-Na-Zin und Bisti konnte getrost in der Tonne bleiben - auf nach Colorado. Durango, Silverton, Ouray und Telluride - so hatten wir uns das vorgestellt. Keine neue Strecke, keine neuen Orte, dafür Herbstfärbung. Das war wirklich neu für uns!

Nach Funnel Cake Nr. 2 und 3 merkten wir schon, dass wir nicht bis Telluride kommen würden. An jedem bunten Baum anzuhalten, ist ganz schön zeitaufwändig! Und es war ja nicht so, dass es auch bunte Sachen ohne bunte Bäume gab!

Der Abzweig zum Ophir Pass weckte bei uns die Lust, noch ein paar Meilen offroad zu absolvieren. Das ist umso erstaunlicher, da wir eigentlich keine “Unpaved-Freunde“ sind. Die einzige Info die ich zu diesem Pass im Kopf hatte - er führt in Richtung Telluride.  Wir wollten einfach mal ausprobieren, wie weit wir kommen und schwupps standen wir auf der Passhöhe.

So ganz ohne Natur wollten wir aber nicht in Kanab ankommen - die 47 Meilen lange Cottonwood Canyon Road wäre da natürlich eine Möglichkeit. Die CCR ist eigentlich ein alter Hut. Erstaunlicherweise haben wir sie aber noch nie komplett bewältigt. Irgendetwas kam immer dazwischen, das letzte Mal eine unfahrbare Matschpassage. No risk, no fun - wir bogen ab, auch wenn uns dann noch eine ordentliche Zusatzstrecke bis Kanab blühen würde.

 

Das die CCR, angelegt für die Wartung der dortigen Stromleitung, eine geologische Bombe ist, war uns schon klar. Wenn man dann aber mittendrin steht, ist alles noch viel eindrucksvoller!

Wenn man jetzt noch wüsste, wie weit es bis Telluride ist! Das wussten wir natürlich nicht und deshalb drehten wir lieber einmal um. So war es an diesem Tag wie so oft - die Bucket List wurde weiter gefüllt. Der Ophir Pass kommt mit Sicherheit mal wieder ins Programm.

 

Wie schon vorher erwähnt, wir hatten so gut wie nichts vorgebucht. So richtig glücklich waren wir damit nicht! Es war nicht so, dass wir nicht wussten, wo wir hin wollten, ganz im Gegenteil. Nach Escalante zum Beispiel wollten wir. Wollen kann man ja, wenn da nur nicht die Sache mit den Übernachtungen wäre. In Escalante, an Unterkünften eh (noch) nicht gerade reich gesegnet, war nichts mehr zu bekommen. Dass wir im Oktober in Utah nicht alleine sein würden war uns klar, aber langsam sahen wir klarer! Das nächste Mal würden wir wieder vorbuchen…

 

Noch wollten wir aber gar nicht nach Utah, wir wollten zum North Rim des Grand Canyon. Die Lodge oder ihre Gartenhüttchen im NP darf man gerne ein Jahr im Voraus buchen, sonst geht da nix. Page, Inbegriff für maßlos überteuerte Motels, wollten wir nicht auch noch unterstützen. Das letzte freie Zimmer in der uns bekannten Aikens Lodge in Kanab beendete unsere Suche. 

 

Tag 7 - 5. Oktober 2016

Heute also doch schon nach Utah, da mussten wir aber erst einmal hinkommen. Das bedeutete gemütliche 5 Stunden Fahrt, mehr oder weniger spektakulär.

Natürlich hat man ab und zu auch die Stromleitungen im Bild.  Das ist aber ein kleines Übel im Vergleich dazu, dass es ohne die Leitungen die Straße nicht geben würde…